Aufzugsanlage
Eine Aufzugsanlage, auch Aufzug, Fahrstuhl oder Lift genannt, ist eine Anlage, mit der Personen oder Lasten in einer fahrbaren Kabine, einem Fahrkorb oder auf einer Plattform in vertikaler oder schräger Richtung zwischen mehreren Ebenen transportiert werden können.
Autoaufzug
Ein Autoaufzug ist speziell für die Beförderung von Kfz, besonders von Personenkraftfahrzeugen ausgelegt. Er unterliegt neben den üblichen Vorschriften, besonderen Regeln, was den Einbau und den Betrieb der Anlagen betrifft. So wird er mit einer Tragkraft ab 2000 kg ausgelegt. Autoaufzüge sind in der Regel erst betriebsbereit, wenn sie mit einem Kfz beladen wurden. Dies wird dadurch erreicht, dass die Kabinenbeladung mittels Lichtschranken beobachtet wird oder ein Sensor im Boden den Ladezustand ermittelt.
Druckknopfsteuerung
Die Druckknopfsteuerung speichert im Gegensatz zur Sammelsteuerung jeweils nur ein Kommando oder Ruf ab, wobei Kabinenkommandos Vorrang vor Außenrufen haben. Nach Eingabe eines Kommandos oder Rufes wird dieser gespeichert und blockiert bis zum Ende der Fahrt alle weiteren Eingaben.
Güteraufzug
Güteraufzüge sind nach der deutschen Aufzugsverordnung Aufzugsanlagen, die nur zum Transport von Gütern ohne Begleitung von Personen gedacht ist. Das Betreten ist nur zum Be- und Entladen erlaubt. Deshalb dürfen die Güteraufzüge nur von außen herbeigeholt und bedient werden. In der Kabine darf sich kein Bedientableau befinden.
Lastenaufzug
Lastenaufzüge sind Aufzugsanlagen die zum Transport von Lasten und gegebenenfalls Begleitpersonen dienen. Lastenaufzüge benötigen nach der DIN EN 81 grundsätzlich Kabinenabschlusstüren.
Personenaufzug
Der Personenaufzug ist hauptsächlich zur Beförderung von Personen geeignet. Er ist der am häufigsten verwendete Aufzug.
Plattformlift
Ein Plattformlift stellt eine Spezialform eines Treppenliftes dar. Die besondere Ausstattung der Plattformlifte ist bedingt durch die Nutzergruppe Rollstuhlfahrer, deren körperliche Behinderung besondere Anforderungen an die Nutzungseigenschaften stellt.
Sammelsteuerung
Eine Steuerung speichert Außenrufe und Innenkommandos ab. Diese werden, sofern sie in der aktuellen Fahrtrichtung der Kabine liegen, auf dem Weg nacheinander abgearbeitet.
Seilaufzug
Bei einem Seilaufzug hängt die Kabine an Tragseilen. Die Seile sind mit dem einen Ende fest an einer Trommel befestigt. Das Gegengewicht hängt an einem zweiten Seil, das von einer gegenläufigen Trommel, die auf der selben Welle sitzt, auf- oder abgespult wird. Da die Länge der Seile durch die Größe der Trommel begrenzt ist, und sich der Trommelaufzug daher nicht für große Förderhöhen eignet, wurde er zunehmend vom Treibscheibenaufzug verdrängt. Ein weiterer Nachteil ist die Verwendung nur eines einzigen Tragseiles, das weniger Sicherheit bietet, als der Einsatz mehrerer Seile wie beim Treibscheibenaufzug.
Zahnstangenaufzug
Bei Zahnstangenaufzügen ist die Aufzugskabine mit einem eigenen Antrieb ausgestattet. Der Antrieb kann durch einen Elektromotor oder einen Verbrennungsmotor nach dem Zahnstangen/Ritzelprinzip erfolgen.

